André bleibt allein
Aus der Traum - keines der fünf Schweizer Boote konnte sich an der Qualiregatta in Poznan einen Startplatz für die olympischen Spiele holen. Damit bleibt André Vonarburg im Einer der einzige Schweizer Ruderer in Beijing. So einsam war noch kein Schweizer Ruderer an olympischen Spielen.
Am besten fuhr der Achter an der Quali-Regatta sein Finalrennen. Hinter Holland und Russland belegte er Platz drei vor Kroatien, Estland und Italien. Auf den Sieger, und damit den einzigen Quotenplatz, verlor der Alpenachter light knapp elf Sekunden. Den Holländern ist damit eine bemerkenswerte Leistungssteigerung gelungen. Die Zeiten im Achter: NED 5.34.75; RUS 5.37.45; SUI 5.45.58; 4. CRO 5.46.05; EST 5.46.22; ITA 5.51.18.
Die grösste Enttäuschung im Schweizer Aufgebot waren Stofer-Sax im Zweier-ohne. Hinter Kanada, Italien (beide für Beijing qualifiziert), Tschechien, China und Spanien wurden sie klar letzte. Mit dem Entscheid um die beiden Quotenplätze hatten sie nie etwas zu tun. Ruderer, Headcoach und Verbandsleitung haben sich verspekuliert. Die Zeiten im Zweier-ohne: CAN 6.44.28; ITA 6.46.62; CZE 6.47.19; CHN 6.47.79; ESP 6.53.87; SUI 6.57.75.
Auch die andern drei Schweizer Boote kamen im Qualifinal nicht über den letzten Platz hinaus. Den Rückstand auf den zweiten Qualiplatz konnte einzig der leichte Vierer-ohne knapp unter zehn Sekunden halten. Regina Naunheim und Nora Fiechter verloren im Doppelzweier gut elf, Pamela Weisshaupt und Eliane Waser im leichten Doppel gut 16 Sekunden.
André Vonarburg bleibt damit der einzige Schweizer Ruderer an den olympischen Spielen in Beijing. Einzig 1956 war der SRV mit einer zahlenmässig noch kleineren Delegation vertreten - die Ruderer schlossen sich damals dem Schweizer Olympiaboykott (wegen der Ungarn-Krise) an und schickten keines der medaillenträchtigen Boote nach Melbourne. Seit den beiden Goldmedaillen von 1996 (Müller im Einer, Gier-Gier im leichten Doppelzweier) weist die Leistungskurve im SRV steil bergab:
1996 elf Aktive, vier Boote, zwei Medaillen, ein Diplom;
2000 elf Aktive, fünf Boote, eine Medaille, vier Diplome;
2004 sechs Aktive, zwei Diplome;
2008 ein Aktiver, ein Boot und...?
An der Regatta in Poznan ging es um die letzten 28 Startplätze an der Olympiaregatta. 19 Nationen konnten die Chance nutzen. Mit je drei zusätzlichen Quotenplätzen waren Holland (Leichter Frauen-Doppel, Frauen-Achter, Männer-Achter) und Australien (Frauen Einer, Frauen-Doppel, Männer Vierer-ohne) am erfolgreichsten. Kanada (Frauen-Achter, Männer Zweier-ohne), Russland (Frauen Doppelvierer, Männer Doppelzweier), China (Männer Vierer-ohne, Männer Doppelzweier), USA (Leichter Männer-Doppel, Frauen-Einer) und Italien (Männer Zweier-ohne, Frauen-Einer) können ihre Olympiadelegation um zwei Boote aufstocken. Zu den prominenten Verlierern von Poznan gehören Julia Levina RUS im Einer (WM-Silber 2001, WM-Finalistin 2005 und 2006, Vaclav Chalupa, 40, im Zweier-ohne (Olympiasilber im Einer 1992, Olympiafünfter 2004, Vizeweltmeister im Einer 1990, 91, 93, WM-Bronce im Einer 95, 98, 01), die bulgarischen Brüder Yanakiev im Doppelzweier, der kanadische Vierer-ohne und der britische Doppelvierer der Männer.
Hier sind alle Ergebnisse der Qualiregatta
Hier gibt's gute Berichte aus erster Hand und schöne Bilder
Und hier sind die offiziellen Verlautbarungen zum Geschehen
Am besten fuhr der Achter an der Quali-Regatta sein Finalrennen. Hinter Holland und Russland belegte er Platz drei vor Kroatien, Estland und Italien. Auf den Sieger, und damit den einzigen Quotenplatz, verlor der Alpenachter light knapp elf Sekunden. Den Holländern ist damit eine bemerkenswerte Leistungssteigerung gelungen. Die Zeiten im Achter: NED 5.34.75; RUS 5.37.45; SUI 5.45.58; 4. CRO 5.46.05; EST 5.46.22; ITA 5.51.18.
Die grösste Enttäuschung im Schweizer Aufgebot waren Stofer-Sax im Zweier-ohne. Hinter Kanada, Italien (beide für Beijing qualifiziert), Tschechien, China und Spanien wurden sie klar letzte. Mit dem Entscheid um die beiden Quotenplätze hatten sie nie etwas zu tun. Ruderer, Headcoach und Verbandsleitung haben sich verspekuliert. Die Zeiten im Zweier-ohne: CAN 6.44.28; ITA 6.46.62; CZE 6.47.19; CHN 6.47.79; ESP 6.53.87; SUI 6.57.75.
Auch die andern drei Schweizer Boote kamen im Qualifinal nicht über den letzten Platz hinaus. Den Rückstand auf den zweiten Qualiplatz konnte einzig der leichte Vierer-ohne knapp unter zehn Sekunden halten. Regina Naunheim und Nora Fiechter verloren im Doppelzweier gut elf, Pamela Weisshaupt und Eliane Waser im leichten Doppel gut 16 Sekunden.
André Vonarburg bleibt damit der einzige Schweizer Ruderer an den olympischen Spielen in Beijing. Einzig 1956 war der SRV mit einer zahlenmässig noch kleineren Delegation vertreten - die Ruderer schlossen sich damals dem Schweizer Olympiaboykott (wegen der Ungarn-Krise) an und schickten keines der medaillenträchtigen Boote nach Melbourne. Seit den beiden Goldmedaillen von 1996 (Müller im Einer, Gier-Gier im leichten Doppelzweier) weist die Leistungskurve im SRV steil bergab:
1996 elf Aktive, vier Boote, zwei Medaillen, ein Diplom;
2000 elf Aktive, fünf Boote, eine Medaille, vier Diplome;
2004 sechs Aktive, zwei Diplome;
2008 ein Aktiver, ein Boot und...?
An der Regatta in Poznan ging es um die letzten 28 Startplätze an der Olympiaregatta. 19 Nationen konnten die Chance nutzen. Mit je drei zusätzlichen Quotenplätzen waren Holland (Leichter Frauen-Doppel, Frauen-Achter, Männer-Achter) und Australien (Frauen Einer, Frauen-Doppel, Männer Vierer-ohne) am erfolgreichsten. Kanada (Frauen-Achter, Männer Zweier-ohne), Russland (Frauen Doppelvierer, Männer Doppelzweier), China (Männer Vierer-ohne, Männer Doppelzweier), USA (Leichter Männer-Doppel, Frauen-Einer) und Italien (Männer Zweier-ohne, Frauen-Einer) können ihre Olympiadelegation um zwei Boote aufstocken. Zu den prominenten Verlierern von Poznan gehören Julia Levina RUS im Einer (WM-Silber 2001, WM-Finalistin 2005 und 2006, Vaclav Chalupa, 40, im Zweier-ohne (Olympiasilber im Einer 1992, Olympiafünfter 2004, Vizeweltmeister im Einer 1990, 91, 93, WM-Bronce im Einer 95, 98, 01), die bulgarischen Brüder Yanakiev im Doppelzweier, der kanadische Vierer-ohne und der britische Doppelvierer der Männer.
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Rudermann - 18. Jun, 11:54
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